HA ÜBERLEITUNG! TOBA!
Jaaa ich arbeite immer mehr im Tobaviertel u je mehr ich darüber mache, desdo mehr gefällt mir die Arbeit. Hatte nun zwei Gespräche mit dem Cacique (also quasi der Stammesführer) und welche mit unserer Toba-kontaktpunkt-frau Leaz und mit ihrem Vater. Leider kann man sich auf Argentinier generell oft nicht soo verlassen und so kommts vor dass ein geplantes Interview mal nicht stattfinden kann. Aber gut, immer wieder versuchen. Das sind schon echt interessante Menschen, oft traurige Schicksale. Wobei der Cacique zB relativ positiv über die aktuelle Situation der Gemeinschaft gesprochen hat, der Vater von Leaz dagegen ganz im Gegenteil sehr negativ und fast schon schwarzmalend. Die Situation scheint schon prekär zu sein, es fehlen oft so essentielle Dinge wie regelmäßiges Essen oder (was mich ziemlich schockiert hat) Schuhe, Hosen, etc. für die Kinder, ein Hauptgrund warum viele Kinder nicht in die Schule gehen können. Das darf doch kein Grund sein…!! Fehlende minimale Ausstattung ist also ein Grund dafür, warum den Kinder schon von Anfang an fast alles verbaut wird.. Naja wollte nun gar nicht so viel darüber schreiben. Es macht jedenfalls echt Spaß bei denen zu arbeiten, unheimlich nette Leute, tolle Kinder und ein Jäger, der ab u zu ein ganzes ñandu oder frisch aus dem Wald gezapften Honig mitbringt:)
Ansonten gehen nun die sogenannten “Colonias de Vacaciones” , die Aktionen mit den Kindern in den 4 Vierteln, zu Ende. Ich gebe Englisch- und Computerstunden (im neuen Computerraum). Das sind die Sachen die mir eher nicht sooo Spaß machne, hängt aber natürlicha auch immer sehr von meinen Schülern ab;) Auf jeden Fall kann ich den Lehrerberuf mittlerweile ganz anders schätzen. Das Englisch geht schleppend aber immerhin ein wenig voran, die Levelunterschiede aber auch immer größer. Und die Computerstunden..ich weiß nicht. Habe 12-15 jährige und die sagen nichts!! Nichts! Die sind sowas von still, das ist schon wieder schwierig:D Weiß oft nicht ob sie mich nun verstanden haben oder nicht, am Ende kriegen sies aber meistens alle irgendwie hin. Muss auch sagen, dass es manchmal etwas schwierig ist, das Ganze auf Spanisch zu erklären. Das letzte mal ist mir bewusst geworden, dass ich für “klicken” ständig ein falsches Wort benutzt hab, es hat aber nie einer irgendwas gesagt. Sitz da also vor den Leuten, gestikulierend und erklärend und ständig ein Wort benutzend was was weiß ich was aber nciht klicken bedeutet. Auch bei den persönlichen Erklärungen. Was denken die dann frag ich mich:D Naja, so lerne ich auch dazu;)
Zweimail sind wir angeln gegangen! Eine Stunde Fahrradfahrt (das erste mal schöön in der Mittagshitze^^) von der Stadt entfernt, richtig schön in der Natur, wilde Vegetation und Vöööögel soweit das Auge reicht. HA und was hab ich gesehen, ein TUKAAAN! Und nicht nur einen, nein zwei TUKAAN!! Ha juhu, super! Leider beides mal entweder zu weit weg oder ich hatte grad keinen Fotoaperat weil ich im Wasser war. Es gilt also meinen Worten zu vertrauen:) Waren auch richtig schöne, mit orangerotgelbem Schnabel, und was für ein langer Schnabel:D Nungut, habe ein Schwäche für Tukane denk ich. Und ich schreib schon wieder Mist. Ja, geangelt wurde dann sehr authentisch mit einer Schnur mit Haken und am Haken ein rohes Stück Fleisch. Das erste mal haben die beiden Einheimischen (David, auch voluntario und sein kleiner Cousin) jeweils einen kleinen Fisch gefangen, die beiden Ausländer (Benoit, der Belgier und ich) natürlich keinen. Das zweite Mal war noch ein Toba, Dani Mendoza (welch Klang!), auch Voluntario, und ein Onkel von David dabei. Die Familie David fing Unmengen, Dani fing nur Piranhas und ich einen kleinen Fisch, den man nciht essen kann. Aber ein FISCH! Benoit fang wieder keinen, er gab dann irgendwann auf und zog sich mit seiner Freundin (Florence, die andere Belgierin) zurück um VÖGEL zu beobachten. Es ist wunderbar, das Angeln. In der Natur, diese Stille, Mangos en masse, und dieses Hoffen. Was nicht so schön am Angeln ist, dass man danach die Fische dann essen muss. Problem an diesen Fischen ist, dass sie unheimlich viele Gräten haben, die auch noch unheimlich dünn sind. Jedesmal also wenn man ein Stück Fisch verzehren möchte, brauch man ersteinmal ca. zwei Minuten um die Gräten aus dem Mund zu sammeln. Am Ende ist man ziemlich erschöpft und hat immer noch Hunger. So haben wir das letzte Mal, als die Voluntäre gegangen haben, erstmal schöön Empanadas bestellt;)
Ja, am Anfang gings ja mal nach Paraguay, an diese Felsen und den Felsenfluss,m angeblich pure Idylle. Schon die Hinfahrt frühmorgens war eine FARCE. Zumdindest ökonomisch für den Veranstalter sinnvoll wurde der Bus so ausgebucht, dass im Gang Stühle aufgestelllt wurden. Das war eine sehr witzige Fahrt. Wir drei und unsere argentinischen Freunde Manolo, Marcelo, Patricia, Alvino und Julian (der nun aber woanders wohnt). Ein einziges Geholper, trotzdem schlief Alvino neben mir seelenruhig ein und lies sich selbst von starken Kopf gegen Sitz aus Metall Stößen nicht aus dem Konzept bringen. In Pinamar angekommen, sahen wir Menschenmassen. Es war Sonntag und halb Paraguay in Pinamar. Es folgte ein missglücktes Asado (als alles fertig war hatte keiner Hunger) und danach die (mit Sack und Pack) Suche nach einem stillen Ort. Wir fanden einen, irgendwer wollte aber woanders hin, noch besserer Ort, also einmal quer durch die Menschenmassen und den Reageattonschall aus mehreren Autos (mit riesigen Boxen) und den Fluss hoch, bis uns ein Mann mit Gewehr hinderte weiterzugehen. Es endete der öffentliche Bereich. Also blieben wir schließlich dort, nahe der Menschmasse und badeten, tranken etwas Bier und guckten nach links, wo es Natur gab. Irgendwie war das Ganze aber auch ziemlich witzig. Auch die Rückfahrt, diesmal schlief Alvino im Stehen ein, er wollte sich vehement nicht setzen. So schlief er und tanzte mit dem Rythmus des Vehiculos.
Am letzten Sonntag fuhren die beiden Belgier da. Das war etwas traurig, war wiklich witzig mit denen und für mich war der Kontakt (besonders am Anfang) auch echt witzig. Man ist doch eher auf einer Wellenlänge, kann auch mal ein bisschen lästern (was ja bewiesenermassen gut tut), zusammen ein Bierchen trinken u was nicht alles. Nun wohne ich allein im Departamento, die Französin, die im Januar kommen wollte brach sich das Knie und eine Italienerin, die nun eigtl kommen wollte, hat doch keine Zeit. Bin nun beinah der einzige Ausländer in Clorinda, hab aber vor kurzem zwei US-amerikanische Mormonen getroffen. Also doch nciht der einzige Ausländer. Ob ich nun mit den MORMONEN ein tiefes freundschaftliches Verhältnis eingehen werde, bezweifel ich aber. Nein, es gibt ja auch weiterhin den argentinischen Freundeskreis und die Tobas. Und natürlich auch die lokalen Voluntäre, ab u zu u mit manchen von denen ists ja auch ganz witzig. Und die Stadt ist immer noch sehr gut. Störend sind zZ nur regelmäßige Brände, die von irgendwelchen Tölpeln entfacht werden. Es regnet zur Zeit kaum und es ist so dermaßen trocken, dass das relativ schnell geht.
Nunja, jedenfalls machten wir dann am Samstag vorher eine kleine Abschiedsfeier, es flossen einige Bierchen und es war sehr gut.
Na, und nun Urlaub, am kommenden Dienstag gehts wieder zurück. Am Mittwoch werde ioch wahrscheinlich ein Stück im Theater sehen, in Asuncion. Seit längerem kommt Samstag immer ein anscheinend relativ bekannter Schauspieler (so um die 50 und ein Schauspieler / Künstler wie aus dem Bilderbuch) zu uns und gibt den Kindern und uns Schauspielunterricht. Er machts echt sehr gut, die Kinder sind manchmal aber echt schrecklich. Und wenn man dann eine Gruppe kleiner pubertierender Mädchen erwischt und mit denen dann eine Aufführung ausdenken muss, kann es sehr schlimm sein. Da muss man dann durch:D Nunja und dieser Schauspieler wird in diesem Theater auftreten, bin gespannt wie seine wahren Schauspielkünste sind.
Also, das von mir. Insgesamt gefällt mir die Arbeit ziemlich gut, mal sehr, mal weniger. Es ist fast ein bisschen schade, wenns dann bald schon zu Ende ist. Ein weinendes und ein lachendes Auge sicherlich;)
Nun folgt ein etwas wirre Fotozusammenstellung aus den oben beschriebenen Vorkommnissen. Allerbeste Grüße von mir!
in Pinamar
idyllisch..
aber die grausame Wahrheit
die Rückfahrt
und der Schlaf des Alvino
Bilder von unserem Dach aus
Angeln das 1. Mal
und das zweite mal, Dani mit seinem ersten Piranha
einen Fisch gefangen!
und eine Auswahl der Piranhas des Dani
der Marcelo, während des Abschiedsabends
Ben und Flor, die Belgier
Alvino und der Manolo
im Toba-Viertel, im Haus von Leaz
es werden Anweisungen gegeben
und los gehts
Theater im barrio Toba, Geschichten und Mythen der Tobas werden dargestellt
Fotos aus den "Colonias de Vacaciones"